Vorschau Termine 2026

  

06.09. Sonntagscafé

14:00-17:00 Uhr, Bürgertreff Jöhlingen, Jöhlinger Str. 51, 75035 Walzbachtal

in Kooperation mit dem Förderverein caritativ-diakonische Dienste e.V.


16.10. Nachtwächterrundgang

18:00 Uhr, Treffpunkt Toreinfahrt Alte Schule, 75045 Walzbachtal-Jöhlingen

in Kooperation mit der Gemeinde Walzbachtal


09.11. Vortrag "Römer am Oberrhein - Villen und Wohnkultur"

19:00 Uhr, Veranstaltungsort wird noch bekannt gegeben

Referentin: Frau Dr. Susanne Erbelding, Kuratorin Badisches Landesmuseum, Karlsruhe


06.12. - Adventslesung

15:00-17:00 Uhr, Heimatstube im Pfarrhaus

 

Änderungen vorbehalten


Grenzstein-Wanderung "Rund um Binsheim"



Am Samstag 11.04.2026 starteten über 20 gut gelaunte und interessierte Personen bei herrlichem Frühlingswetter am Hof der Familie Ehrler zur Grenzstein-Tour „Rund um Binsheim“.

 

 Wanderführer Manfred Juretzko gab zunächst eine kurze geschichtliche Einführung: Seit dem späten Mittelalter findet man Belege für die Vermarkung von Besitztümern und Hoheitsgebieten mit Steinen. Für die Gemarkung Jöhlingen liegen erste Grenzbeschreibungen aus der Mitte des 18. Jahrhunderts vor. Anhand einer Karte von 1884 zeigte er die Jöhlinger Gemarkung auf: die Gemarkungsgrenze umfasst etwa 24 km, mit rund 450 Gemarkungssteinen (die einzeln dokumentiert sind), von denen über 200 noch auffindbar sind. Viele davon weisen Jahreszahlen zwischen 1738 und 1844 auf. Trotz ihres hohen Alters haben sie in der Regel noch ihre rechtliche und vermessungstechnische Bedeutung. Die systematische Vermessung Badens erfolgte nach 1806, angeregt durch den „Rheinbegradiger“ Johann Gottfried Tulla mit der von Großherzog Karl-Friedrich genehmigten Triangulierung (Dreiecksmessung). Die Vermessungsarbeiten dienten zum einen zur genauen Kartierung des Landes, zum anderen zum Aufbau eines Katasters zur gerechteren Besteuerung von Grund und Boden. Aufbauend auf dem Vermessungsgesetz von 1852 erfolgte dann zunächst die Vermessung der Gemarkungsgrenzen, später der einzelnen Grundstücke. Diese Arbeiten, bei der ca. 4 Millionen Flurstücke vermessen wurden, bilden die Grundlage unseres heutigen Liegenschaftskatasters!



Die Tour ging zunächst hoch zum Forlenwald und an die Kreisstraße K 3506, an die Grenze zwischen Jöhlingen und Gondelsheim, die bis 1974 auch die Grenze zwischen den damaligen Landkreisen Karlsruhe und Bruchsal war.

Ein herrlicher Blick über die reizvolle Hügellandschaft des Kraichgaus zum Bonartshäuser Hof und nach Gondelsheim – das war der erste Höhepunkt der Tour!

Entlang des Waldes zeigte Manfred etwa zwei Dutzend Grenzsteine, teilweise noch sehr gut erhalten, mit denen die Gemarkung Jöhlingen an Gondelsheim, ehemals Bonartshausen und Obergrombach angrenzte. Sehr schön zu erkennen, wie sorgfältig die Steine von jeweils zwei Seiten bearbeitet sind: Symbol der Gemeinde, laufende Nummer, Jahreszahl.

Gut zu erkennen, dass sich der Waldrand im Laufe vieler Jahre meist nach außen verschoben hat, so dass manche der Steine im Unterholz verborgen und damit auch gut geschützt sind. Nach Verlassen des Waldes und mit Blick auf den „Binsheimer Brunnen“ erinnerte Gerhard Ehrler an die ehemalige Siedlung Binsheim („Binzdan“), in der im Mittelalter bis ins 16. Jahrhundert über hundert Menschen lebten. Der Weg ging entlang der Grenze zu Obergrombach, fast bis zum „Dreimärker“ mit Weingarten, danach zurück nach Binsheim 9.


Der Abschluss der Tour war am Hof der Familie Ehrler: Anneliese Vollmer stellte einen Zeitungsbericht vor, wonach der junge Kaiser Wilhelm II. am 19.08.1889 mit dem Zug nach Jöhlingen kam und dann ein Manöver der kaiserlichen Truppen im Bereich Bonartshäuser Hof / Obergrombach beobachtete. Gerhard Ehrler gab einen Rückblick über die Entstehung der heutigen Siedlung Binsheim in Folge der Flurbereinigung Jöhlingen, die ersten landwirtschaftlichen Aussiedlungen 1961 und den massiven Strukturwandel in der Landwirtschaft bis heute.


Bei Brezel, Hefezopf und Getränken konnten sich die Teilnehmer über die Eindrücke und vielfältigen Informationen der etwa 2,5-stündigen Tour austauschen – über die vielfachen schönen Ausblicke der Landschaft, die Geschichte unserer Region, die Entwicklung des Vermessungswesens. Anhand der Vermessungskarte der Gemarkung Jöhlingen von 1884 konnte auch der Weg durch einzelne Gewanne und Waldabschnitte nachvollzogen werden.


Ein ganz herzliches „Dankeschön“ auf diesem Weg nochmals an Manfred Juretzko für seine hervorragende, informative und sehr kurzweilige Führung! Ein Dank geht auch an Thomas und Anneliese Vollmer für den Pressebericht von 1889. Ein herzliches „Dankeschön“ an Leonore und Gerhard Ehrler für die Bereitstellung des Hofes und den sehr eindrucksvollen Rückblick auf die Geschichte von Binsheim und die Entwicklung der örtlichen Landwirtschaft!



Wir freuen uns bereits auf die nächste Tour, die voraussichtlich im Frühjahr 2027 stattfinden wird.


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Sonniges Osterbrunnenfest begeistert zahlreiche Besucher


Frühlingshafte Stimmung, Musik und Begegnungen rund um den festlich geschmückten Brunnen in Jöhlingen


Bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel konnten wir in diesem Jahr unser Osterbrunnenfest in vollen Zügen genießen – besser hätte die Kulisse kaum sein können! Zahlreiche Gäste nutzten die Gelegenheit, beim ersten Fest im Freien Freunde und Bekannte zu treffen und gemeinsam ein paar schöne Stunden in frühlingshafter Atmosphäre bei dem liebevoll geschmückten Wendelinusbrunnen zu verbringen.   

Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Timur Özcan und unseren Vorsitzenden Karl-Heinz Burgey sorgten der Gesangverein „Frohsinn“ und die Bläserklasse 2024 der Feuerwehrkapelle Jöhlingen mit ihren stimmungsvollen und flotten Klängen sofort für die richtige Feststimmung. Dabei konnten unsere Gäste ganz entspannt das kleine, aber feine Speisen- und Getränkeangebot genießen. In lockerer Atmosphäre wurde gelacht, geplaudert und gemeinsam gefeiert – ein rundum gelungener Tag mit vielen schönen Momenten, der sicher noch lange in Erinnerung bleibt. 


Ein herzliches Dankeschön an alle!


Wir bedanken uns herzlich bei unseren Gästen und bei allen, die dieses Fest möglich gemacht haben – ein besonderer Dank gilt dem Gesangverein „Frohsinn“, den Musikerinnen und Musikern der Bläserklasse 2024 der Feuerwehrkapelle sowie Herrn Bürgermeister Özcan für seine begrüßenden Worte zur Eröffnung und den Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltung für die unkomplizierte und angenehme Zusammenarbeit im Hintergrund.
Ganz besonders möchten wir unseren Kuchenbäckerinnen und -bäckern sowie dem Küchen- und Kuchenteam danken, die unermüdlich für Nachschub gesorgt haben. Ohne Euren Einsatz wäre dieses Fest nicht das, was es geworden ist – ein rundum gelungenes Ereignis voller Freude und Gemeinschaft!





Öffentliche Aufforderung


Aufgrund der Verlagerung des Standorts des Heimat- und Kulturvereins Walzbachtal e.V. werden


Personen, die Eigentumsrechte an einzelnen Gegenständen im Anwesen Kreuzstraße 1, 75045 Walzbachtal, geltend machen, gebeten sich bis spätestens zum 31.01.2026 mit dem Vorsitzenden des Vereins in Verbindung zu setzen: Kontakt: Tel.: 07203-5781, Email: Heimatverein-Walzbachtal@gmx.de


Nach entsprechender Meldung besteht die Möglichkeit, die betreffenden Gegenstände dem Verein mit schriftlicher Vereinbarung zum Eigentum zu übertragen, weiterhin als Leihgabe zu überlassen oder diese nach vorheriger Terminvereinbarung abzuholen. Nach Ablauf der Frist behält sich der Verein vor, die Gegenstände, an denen bis dahin keine Eigentumsrechte geltend gemacht wurden und die keinem erkennbaren Eigentümer zugeordnet werden können, zu verwerten, weiterzugeben oder zu entsorgen, soweit dies gesetzlich zulässig ist


Walzbachtal, 05.01.2026



Wir laden in Kooperation mit der Gemeinde Walzbachtal zur Wanderausstellung des Museumsnetzwerks Kraichgau


Gerechter Zorn? 500 Jahre Bauernaufstand im Kraichgau

und zum Vortrag

 „Vom Bundschuh zum Bauernkrieg“ von Thomas Adam ein.


Die Ausstellung ist vom 17. bis 18. Januar und vom 24. bis 26. Januar 2026, jeweils von 13.00 bis 18.00 Uhr,

im Wössinger Hof, Wössinger Str. 27, 75045 Walzbachtal, zu sehen.
Ergänzt wurde sie um den
Bundschuh-Aufstand von 1502, der sich im Raum Untergrombach, Binsheim und Jöhlingen ereignete.


Begleitend hält Thomas Adam am Montag, 26. Januar 2026, um 19.00 Uhr im Rathaus Wössingen (Ratssaal),

Wössinger Str. 26, 75045 Walzbachtal, den Vortrag „Vom Bundschuh zum Bauernkrieg“.


Die Ausstellung kann im Vorfeld oder kurz vor dem Vortrag besucht werden.


Thomas Adam beleuchtet die Lebensumstände der Menschen im 15. Jahrhundert und zeigt auf, wie soziale Spannungen und politische Entwicklungen schließlich im sogenannten „Bauernkrieg“ mündeten. Einen besonderen Schwerpunkt

legt er auf den Bundschuh-Aufstand von 1502, der sich im Raum Untergrombach, Binsheim und Jöhlingen ereignete.

Im Mittelpunkt stehen dabei das Leben und Wirken von Joß Fritz aus Untergrombach, dem Anführer des Bundschuh-Aufstands, Pfarrer Anton Eisenhut, Kopf des sogenannten Kraichgauer Haufens, sowie Bernhard Wendel, einem der führenden Köpfe aus Jöhlingen.

Referent Thomas Adam ist Politikwissenschaftler, Soziologe, Autor und Leiter der Abteilung Kultur der Stadt Bruchsal.



Ausstellung „Gerechter Zorn? 500 Jahre Bauernaufstand im Kraichgau“

Erfolgreiche Eröffnung


Der Heimat- und Kulturverein zeigt in Kooperation mit der Gemeinde Walzbachtal im Wössinger Hof die Wanderausstellung des Museums Netzwerkes Kraichgau „Gerechter Zorn? 500 Jahre Bauernaufstand im Kraichgau“. Am Freitag, 16.01.2026, wurde die Ausstellung mit 45 geladenen Gästen – Vertreter aus Landratsamt, Gemeinderat, Seniorenbeirat, Kirchengemeinden, örtlichen Schulen und Heimatvereinen - eröffnet.


Der Vorsitzende Karl-Heinz Burgey erinnerte bei seiner Begrüßung daran, dass am Ende des 15. und zum Beginn des 16. Jahrhunderts die Welt sehr unruhig und vieles im Umbruch war. Es war eine Zeit des tiefgreifenden Wandels – gesellschaftlich, wirtschaftlich, politisch und religiös. Die Menschen gingen in großen Scharen auf die Straße und kämpften für Freiheit, Gerechtigkeit und politische Teilhabe. Sie haben dabei ihr Leben riskiert, und viele haben in der Folge ihr Leben verloren. Der Aufstand 1525 erfasste den ganzen Kraichgau, wie auch viele andere Regionen in Deutschland. Karl-Heinz Burgey dankte im Namen des Vereins ganz herzlich dem Museums Netzwerk Kraichgau für die Überlassung der Ausstellung.

Vorausgegangen war in unserer Region der „Bundschuh-Aufstand“ 1502, der sich besonders im Raum Untergrombach (Anführer Joß Fritz), Binsheim und Jöhlingen (Anführer Bernhard Wendel) abspielte. Darüber informieren drei Tafeln, die der Bruchsaler Historiker Thomas Adam speziell als Ergänzung für unsere Ausstellung inhaltlich gestaltet hat.

In seinem Grußwort dankte Bürgermeister Timur Özcan dem Heimatverein für sein großes Engagement, dafür, dass diese Ausstellung hier im Ort gezeigt wird und damit über ein für unsere Dörfer und ihre Geschichte wichtiges Thema informiert.

Als Vertreterin des Museums Netzwerkes stellte Linda Obhof (Leiterin des Stadtmuseums Bretten) die Erarbeitung und die wesentlichen Inhalte der Ausstellung vor. Die Ausstellung will informieren über die Lebenssituation der Menschen in dieser Zeit, warum sich Bauern, Handwerker, aber auch Vertreter aus dem niedrigen Adel diesem Aufstand angeschlossen haben. Sie zeigte den Weg auf, den die Aufständischen im Frühjahr 1525 genommen haben, wie sie zunächst mit der Obrigkeit verhandelt, dann Burgen, Klöster und herrschaftliche Anwesen eingenommen haben. Aber auch, wie der Aufstand durch Truppen der Regierenden blutig niedergeschlagen wurde. Und sie gab Beispiele, wie der Aufstand in der Folgezeit „nachgewirkt“ hat, teilweise bis hin zu rechtlichen Regelungen (Dorfordnungen), die Grundlage für heutige Regelungen sind.

Der Abend wurde musikalisch in hervorragender Weise umrahmt von der Gruppe „Saitenschrey“ aus Bretten, drei Musiker, die lebhaft und begeisternd mit Gitarre, Kontrabass und Gesang Lieder über die damalige Zeit vortrugen. 

Im Anschluss gab es reichlich Gelegenheit, die Ausstellungstafeln zu studieren und sich über geschichtliche Themen auszutauschen.





Lassen Sie unsere Bibliothek wachsen!


Ihre Unterstützung ist von großer Bedeutung! Lassen Sie uns gemeinsam unsere Bibliothek erweitern, damit wir auch in Zukunft wertvolle Informationen der Öffentlichkeit zugänglich machen können. Ihre Unterlagen und Beiträge sind von unschätzbarem Wert für unsere Gemeinschaft und tragen entscheidend zur Bewahrung unserer Geschichte bei.
 

Wir sind besonders an Zeitungsberichten über Jöhlingen/Wössingen vor 1970, Unterlagen zu Vereinen (Gründungen, Jubiläen, große Veranstaltungen), Informationen zu Firmen (Gründungen, Jubiläen, wichtige Ereignisse), Berichten über bedeutende Ereignisse im Ort, Traditionen oder örtlichen Bräuchen sowie persönlichen Aufzeichnungen mit ortsgeschichtlichem Bezug (z.B. Urkunden, Erlebnisse bei Kriegsende, Veranstaltungen) interessiert.
 

Haben Sie solche Unterlagen, die Sie uns zur Verfügung stellen möchten? Dann rufen Sie uns gerne an unter Tel.: 5781 oder senden Sie uns ein E-Mail an: kh-burgey@web.de


Wir sind Ihnen für Ihre Unterstützung sehr dankbar!


Unsere engagierten Bibliothekare Sabine und Rainer Fürst arbeiten kontinuierlich daran, den Bestand zu erweitern und es Interessierten zur Einsicht zur Verfügung zu stellen. Alle Werke sind in der Heimatstube, Kreuzstraße 1, verfügbar und können auf Anfrage eingesehen werden.


Haben Sie bereits über den Button in der Rubrik Bibliothek Titel im Bestandsverzeichnis in unserer Homepage entdeckt?


Mit dieser Anleitung schaffen Sie es ohne großen Aufwand:


Besuchen Sie unsere Website www.heimatvereinwalzbachtal.de und klicken Sie auf die Bibliothek. Unter „Unsere Bibliothek“ finden Sie eine kurze Einführung.   

                   

20 Jahre Osterbrunnenschmücken: Eine Tradition lebt weiter!


Seit 20 Jahren, seit 2004, erstrahlt der Brunnen am Kirchplatz hinter der St. Martin-Kirche in Jöhlingen jedes Jahr als Osterbrunnen, dank der privaten Initiative einer kleinen Gruppe Jöhlinger namens "UWI". Diese Tradition hat sich schnell im Ort etabliert und der Begriff "Osterbrunnen" ist heute fest verankert. Wir freuen uns, dass einige der ursprünglichen Initiatoren aktiv in unserem Verein tätig sind, wodurch seit letztem Jahr der Heimatverein Walzbachtal e.V. das Schmücken des Osterbrunnens übernimmt. Aus diesem Anlass laden wir auch in diesem Jahr wieder in Kooperation mit der Gemeinde Walzbachtal herzlich zum Osterbrunnenfest ein.

 

Krokusweg 8, 75045 Walzbachtal, Germany  |  +49 72035781
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